Der König von Bayern



Rama X. hat tatsächlich ein Privat-Visum, ist offiziell also nicht auf Staatsbesuch, nur: Staatsoberhäupter können gar nicht völlig privat unterwegs sein. Egal, für das Auswärtige Amt zählt: Der König ist ein Urlauber. Aber bitte kein Tourist. Darauf beharrt wiederum das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen. Wäre Rama X. nämlich Tourist, dürfte er sich wegen Corona nicht in ein Hotel einmieten. Hat er aber. Also ist er kein Tourist, aber auch kein Staatsmann, sondern ein privater Nicht-Tourist. Alles klar?

Niemand bekam die Kinder zu sehen



Hier hatte eine aufmerksame Kitaleiterin Anfang März noch
Meldung ans Jugendamt Mönchengladbach gemacht: Es seien blaue Flecke an der Oberarmunterseite des Fünfjährigen aufgefallen. Das Kind habe ständig Hunger und stopfe sich voll, wenn es etwas zu essen gebe. Die Mutter wirke oft überfordert und gehe lieblos mit dem Jungen um. Das Jugendamt reagierte – und kam zu einem im Rückblick fatalen Schluss. Bei Fabio liege keine Kindeswohlgefährdung vor. Dass er öfters blaue Flecke habe, erklärte die Mutter damit, dass er etwas tollpatschig sei. Alle anderen Feststellungen der Kita wies sie zurück.

Werner und die starken Männer



Tatsächlich ist in der Wirklichkeit wenig so, wie es Werner S. seinen Kameraden vorgegaukelt hat. Das zeigen Recherchen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR. Er hat nicht all sein Hab und Gut verkauft, um sich für den Kampf zu rüsten: Er hat schlicht nichts. Er lebte bis zu seiner Festnahme in einer Dachkammer im Haus seiner Ex-Freundin. Von einer anderen Frau, seiner derzeitigen Lebensgefährtin, lässt er sich aushalten. Seine einzige Verbindung nach Italien, wo angeblich 100 Mann einsatzbereit stehen, ist ein renovierungsbedürftiges Ferienhaus in Ligurien, das seine Freundin ihm finanziert. Italienisch kann er auch nicht.